Ratgeber
Grammatur bei Teamkleidung: Was bedeutet g/m²?
Kurz gesagt
Die Grammatur beschreibt das Gewicht eines Textilstoffs pro Quadratmeter (g/m²). Je höher der Wert, desto schwerer, wärmer und in der Regel stabiler das Gewebe. Für Sommer-Shirts sind 150–180 g/m² typisch, für Hoodies und Sweatshirts liegen die Werte meist bei 260–310 g/m².
Was ist die Grammatur?
Grammatur (g/m²) ist das Flächengewicht eines Gewebes: Wie viele Gramm wiegt ein Quadratmeter dieses Stoffs? Der Wert ermöglicht einen objektiven Vergleich von Textilien unabhängig von Schnitt und Konfektionsgröße. Eine höhere Grammatur bedeutet mehr Material pro Fläche – das Shirt liegt schwerer in der Hand, ist dicker und wärmer.
Orientierungswerte für gängige Kleidungsstücke
T-Shirts liegen typisch zwischen 140 und 200 g/m². Unter 160 g/m² sind sie leicht und luftig, ab 180 g/m² fühlen sie sich stabiler und griffiger an. Poloshirts kommen auf 170–220 g/m², was ihnen ihre Formstabilität gibt. Sweatshirts und Hoodies bewegen sich meist zwischen 260 und 310 g/m². Softshell-Jacken haben oft 250–320 g/m² und sind mehrlagig aufgebaut.
Was bedeutet das für die Nutzung?
Für Außenberufe im Handwerk, Bau oder Logistik sind schwerere Shirts ab 180 g/m² langlebiger und formstabiler nach vielen Wäschen. Für Gastronomie und Service im Innenbereich sind leichtere Stoffe zwischen 150 und 170 g/m² angenehmer zu tragen. Premium-Modelle haben oft höhere Grammaturen als Standard-Modelle, was sich im Tragekomfort und der Langlebigkeit zeigt.
Grammatur und Druckqualität
Schwerere Stoffe haben in der Regel eine festere Webstruktur, auf der sich Drucke klarer abzeichnen. Sehr leichte Stoffe können beim Siebdruck durchscheinen oder sich wellen. Bei Stickerei empfehlen sich Stoffe mit mittlerer bis hoher Grammatur, damit das Gewebe beim Besticken nicht verzogen wird. Die Produktdaten bei Macherkleidung.de nennen für jedes Modell die genaue Grammatur.
Im Überblick
| Kleidungsstück | Typische Grammatur | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| T-Shirt leicht | 140–160 g/m² | Sommer, Innenbereich, Events |
| T-Shirt mittel/schwer | 170–200 g/m² | Alltag, Handwerk, ganzjährig |
| Poloshirt | 170–220 g/m² | Service, Gastronomie, Repräsentation |
| Sweatshirt / Hoodie | 260–310 g/m² | Übergangszeit, Hallenarbeit, Team |
| Softshell-Jacke | 250–320 g/m² | Außeneinsatz, Herbst/Winter |
Häufige Fragen
Ist ein höheres g/m² immer besser?
Nicht zwangsläufig. Schwere Stoffe sind im Sommer oder bei körperlicher Arbeit unangenehm warm. Für Temperaturen unter 15 Grad ist mehr Gewicht sinnvoll, im Hochsommer sind leichte Shirts angenehmer. Die richtige Grammatur hängt vor allem vom Einsatzgebiet ab.
Warum gibt es Standard- und Premium-Modelle mit unterschiedlichen Grammaturen?
Standard- und Premium-Modelle unterscheiden sich oft in Grammatur und Strickart. Ein schwereres Modell fühlt sich hochwertiger an, fällt besser und hält seine Form nach vielen Wäschen länger. Wer die Kleidung täglich im Handwerk einsetzt, profitiert in der Regel vom schwereren Modell.
Gibt es eine Mindestgrammattur für gute Druckergebnisse?
Sehr leichte Stoffe unter 130 g/m² können beim Druck durchscheinen oder sich verziehen. Für stabile Druckergebnisse sind T-Shirts ab 150 g/m² empfehlenswert. Bei Stickerei empfiehlt sich eine Grammatur ab etwa 160–170 g/m², damit das Gewebe beim Einstechen der Nadeln stabil bleibt.


